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Auch alle E-Book-Leser können  "Das Feentuch" herunterladen.:  

Selbstverständlich gibt es mit der "Blick-ins-Buch-Funktion" eine Leseprobe. Also auf ins magische Schottland!

Aufrecht gehn, den Himmel sehn

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23. Dezember

Der heilige Ivo von Chartres, Bischof von Chartres

Wie Eibenholz (althochdt.)

 

* um 1040 bei Beauvais/Frankreich

† 23. Dezember 1115 (oder 1116) in Chartres/Frankreich

Ivo war einer der angesehensten Bischöfe seiner Zeit in der Tradition des Reformers Papst Gregor VII.  und verurteilte die außereheliche Beziehung König Philips I. und seiner Maitresse Bertrade d'Anjou, was zu einer zweijährigen Gefangenschaft führte, in deren Folge er aber freigesprochen wurde. Er war Vermittler im Investiturstreit und wesentlich beteiligt am Wormser Konkordat. 

Seine Schriften gelten als Wegbereiter der Scholastik und viele Briefe und Schriften zum Kirchenrecht sind bis heute erhalten. 

Was hat nun der Heilige Ivo mit diesem Text zu tun, den ich für heute ausgewählt habe? Vielleicht liegt der Sinn meiner Wahl darin, dass Ivo der Schutzpatron der Anwälte ist. Denn wer könnte einen Anwalt besser brauchen als die Menschen, deren Rechte damals so gering geschätzt wurden. Und doch wäre ohne die Hirten vielleicht die Kunde nicht zu denen gedrungen, die auch noch nach mehr als 2000 Jahren an ihr festhalten.

Der übervolle Stall                                                                          

 

Nicht lange nach der Geburt hatten sich auf Weisung des Engels die Hirten auf den Weg nach Bethlehem gemacht. Sie waren aufgeregt, weil tatsächlich sie die ersten sein sollten, die den kleinen Säugling besuchten. Und natürlich konnten sie sich weder vorbereiten, noch konnten sie ihre Schafe allein auf der Weide zurück lassen. Was mag das für ein Pulk gewesen sein, der da die Straße entlanglief und sich schon unterwegs fragte, wie das Kind denn nun aussehen würde und was das Besondere an ihm sein möge, dass Engel seine Geburt verkündeten. Ich stelle mir sie so vor, wie eine Fußballmannschaft mit Kind und Kegel, nach einem spannenden Sieg auf dem Weg an den Ort, wo man das Ereignis freudig feiern will. Und dazwischen die blökende Schafherde.

Und die drei Weisen? Wahrscheinlich müde und überdreht nach einer lan-gen Reise und heilfroh, dem Herodes ein Schnippchen geschlagen zu haben.

Nicht zu vergessen der Engelchor, der laut vom Himmel herunter singt, dass das Heil der Welt erschienen ist. All das in einem Stall, nicht größer als meine Garage zuhause. Und wer weiß schon, wer sich den Neugierigen noch angeschlossen haben mag. Und eine Mutter und ein Kind, erschöpft von den Strapazen der Geburt. Daneben ein noch unsicherer Vater. Mit ihm ist die heilige Familie komplett.

Niemand betritt den Stall leise, alle sind erregt. Niemand putzt sich die Schuhe ab oder wäscht sich die Hände, bevor er sich dem Säugling nähert. Niemand sagt „Psst! Seid doch leise!“, egal ob das Kind schläft. Sie alle denken darüber nicht nach. Womöglich loben sie mit den Engeln – ganz auf lautstarke, orientalische Art – Mutter, Vater und das Kind.

Und die Mutter? Was sie fühlt, wird gar nicht deutlich. Nur was ihr Herz daraus macht, erwähnt der Evangelist. Sie macht dem Geschehen Platz in ihrem Herzen, so wie sie vorher Platz in sich machte für das Kind. Sie hält alles aus. Sie erkennt, dass Jesus für die Menschen mehr sein wird, als nur der Sohn Mariens. Sie gibt ihn schon jetzt hin als Trost für die Welt. Sie verschenkt aus ihrer menschlichen Hand seine Gegenwart an alle, die da gekommen sind.

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Kommentare: 1
  • #1

    Enya (Montag, 23 Dezember 2019 10:08)

    Gefällt mir sehr gut, dein Text zu den Geschehnissen im Stall. Herzlichen Dank dafür.